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Die Workshops und Projekte des Netzwerks

Die Workshops finden in der Regel im Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich (www.karldergrosse.ch) oder, ebenfalls in Zürichs Altstadt, im Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich (www.kulturhaus-helferei.ch) statt. Die  Abend-Workshops (A) sind von 18:30 bis 21:00, die Tages-Workshops (T) jeweils von 10:00 bis 17:00 geplant. Wir bitten um Anmeldung bis vier Wochen vor Termin. 


Veranstaltungen


Phänomenologische Sichtweisen, Beate Willauer (A)

Datum:21.10.2020
18:30

Phänomenologie ist vieles, eine philosophische Disziplin, eine wissenschaftliche Methode, eine erkenntnistheoretische Richtung, eine Methode des therapeutischen und beraterischen Arbeitens. Während meines Philosophiestudiums war die Phänomenologie eine Randerscheinung und während meiner Gestaltausbildung blieb sie seltsam blutleer. Und so machte ich mich vor einiger Zeit auf die Suche nach DER Phänomenologie und bin auf einen grossen, bunten, reichen Schatz phänomenologischer Sichtweisen und Entwicklungen gestossen, verbunden mit den grossen philosophischen Traditionen und in die Zukunft hineinreichend als moderne Phänomenologie, die vor allem Leibphänomenologie ist. In diesem Workshop skizziere ich einige der traditionellen Linien von Schopenhauer bis Kierkegaard, berichte aber vor allem von den modernen Ausprägungen wie sie im deutschsprachigen Raum gepflegt werden. Insgesamt eine sehr lebendige Szene! Ich stecke mittendrin in der Auseinandersetzung mit der Phänomenologie und bin fasziniert von dem, was sie nicht ist, nämlich lediglich eine Methode oder eine Technik. Bei meiner nomadischen Suche bin ich auch auf Philosophinnen jenseits des Mainstream gestossen, die sich nicht scheuen, die grossen Begriffe anzupacken - Gefühl, Verantwortung, Existenz - und sich trauen, die grossen Geschichten zu erzählen. Auch davon berichte ich. Antworten auf die Frage, welchen Einfluss diese philosophischen Betrachtungen auf unsere Arbeit in der Beratung und Therapie haben können, möchte ich mit den Teilnehmenden suchen und vielleicht neu mit unseren Konzepten von Präsenz und Gewahrsein verbinden. Suchend, tastend mit der Welt unterwegs zu sein scheint mir ein angemessenes phänomenologisches Programm zu sein, um dem Unbekanntem, dem Fremden, dem Ungewissen des Zwischen zu begegnen. 





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